Lesegesellschaft Bülach

seit 1818 der Kultur verpflichtet

Die Lesegesellschaft von 1818 bis heute

 

Unter den Vereinen mit geistigen Zielen stellt die Lesegesellschaft Bülach die älteste Verbindung von Einwohnern dar. Gegründet wurde sie im Jahre 1818 und bezweckte nach ihren damaligen Statuten: "Unterhaltung und Belehrung" und "betätigt sich auch für Anstrengung anderweitiger gemeinnütziger Zwecke" oder nach den Statuten von 1924 verfolgt sie den Zweck, "der geistigen Bildung ihrer Mitglieder und weiterer Bevölkerungskreise zu dienen". Der 1963 neu formulierte Zweck lautete: "Die Lesegesellschaft sucht in ihrem Wirkungsbereich zur Förderung des kulturellen Lebens beizutragen durch den Betrieb einer öffentlichen Bibliothek, durch Vermittlung von Vorträgen und andern geeigneten Veranstaltungen. Im besonderen pflegt sie auch die Verbundenheit mit der engeren Heimat". Im Verlauf der Geschichte hat sich also der Gesellschaftszweck immer wieder den aktuellen Erfordernissen angepasst. Ein Zweck ist jedoch seit der Gründung unverändert und so steht in den Statuten vom 1.7.1999 schlicht: Der Zweck des Vereins ist die Förderung des kulturellen Lebens in Bülach und in der Region.

 

Die Mitgliederzahl, welche anfänglich zwischen 10 und 20 betrug, ist bis heute auf fast 300 gestiegen. Im 19. Jahrhundert hatte die Gesellschaft eine durchaus liberale Art. Sie beschaffte sich eine Bibliothek von aufgeklärten und unterhaltenden Büchern und liess auch Zeitschriften dieser Haltung in eigens dafür zusammengestellten Mappen unter ihren Angehörigen die Runde machen. Vor allem sind die Zeitungsgründungen des "Wochenblattes für die Bezirke Bülach und Regensberg" – später "Bülach-Dielsdorfer Wochenzeitung" und seit 1949 "Zürcher Unterländer" im Jahre 1849 sowie des "Bülacher-Dielsdorfer Volksfreundes" – seit 1957 als "Neues Bülacher Tagblatt" erscheinend – im Jahre 1866 das Werk der Lesegesellschaft.

Daneben gingen von der Lesegesellschaft seit Beginn noch mancherlei andere Anregungen auf dem Gebiet des Gemeinwesens und der Kultur aus: die Gründung des Landwirtschaftlichen Vereins, die Erweiterung der Gewerbeschule zur allgemeinen Fortbildungsschule, die Einrichtung eines Elektrizitätswerkes und die Gründung der Theatergruppe "Spielleute von Seldwyla". Ausserdem stand sie der Gründung der Stiftung Sigristenkeller als wichtiger Pate zur Seite.

Im Laufe der Geschichte nahm die Lesegesellschaft immer wieder Einfluss auf kulturhistorische Entwicklungen – so war sie untern anderem wesentlich an der Erhaltung der Funde beim römischen Gutshof in Winkel beteiligt und auch bei Umbauten im Stadtkern von Bülach waren Experten der Lesegesellschaft immer wieder zur Stelle, um die Erhaltung wichtiger historischer Zeugnisse sicher zu stellen.

Alljährlich kamen die Mitglieder zu einem "Kränzli" zusammen, ab 1946 zu einem literarisch-geselligen "Bächtelis-Abig". Dieser Brauch wurde ab 1984 zum "Volks-Bächtelen", ein beliebter Anlass in Vereinskellern und Restaurants der Altstadt für die gesamte Bevölkerung Bülachs. Die Mitglieder treffen sich heute einmal im Jahr zu einer Jahresversammlung, bei der Kultur und geselliges Zusammensein im Vordergrund stehen.

Von 1930 an setzte die Gesellschaft mit ihrem "Verlag für Bülach und das Zürcher Unterland" eine frühere Reihe von Veröffentlichungen mit geschichtlichem und literarischem Inhalt fort. Die Publikationen sind zu veritablen Büchern angewachsen und werden alle 2-3 Jahre herausgebracht, im Jahre 2011 erschien die 44. Ausgabe als Festschrift auf das Jubiläumsjahr (1200 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung Bülachs).

Die Bibliothek der Lesegesellschaft wurde 1940 öffentlich gemacht, heute gilt die Stadtbibliothek Bülach als wichtige regionale Bibliothek mit einem Medienbestand von über 23'000 Titeln. Diese werden im Jahr über 200'000 mal ausgeliehen! Das Angebot wurde mit neuen Medien wie Hörbüchern, CD-ROM's und DVD's ergänzt.

Seit 1983 betreibt die Lesegesellschaft an der Brunngasse 1 ein Ortsmuseum. Darin wird in einer permanenten Ausstellung ein Teil der ortsgeschichtlichen Sammlung gezeigt. Ausserdem finden pro Jahr 2-3 Wechsel-Ausstellungen zu verschiedenen kulturellen, historischen oder allgemeinen Themen statt.

Auch die Führung der Ortschronik ist eine Aufgabe der Lesegesellschaft. Damit soll die Weiterführung der Ortsgeschichte für spätere Generationen ermöglicht werden.

Als jüngste Initiative gründete die Lesegesellschaft Bülach im Jahr 2007 die Konzertreihe klassik@bülach. Jährlich werden 5-6 Konzerte mit klassischer Kammermusik im Flügelsaal von Musik Hug an der Schützenmattstrasse 16 in Bülach organisiert.

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